Gute Betreuung von Promovierenden – Kurzimpulse zur effektiven & erfolgreichen Begleitung

Sprachedeutsch
ZielgruppePostdocs, Junior- und Tenure-Track-Professor*innen
Formatonline

Die Betreuung von Promotionen ist eine anspruchsvolle Aufgabe – sie verlangt nicht nur fachliche Expertise, sondern auch Klarheit in der Rolle, Kommunikationsgeschick und strukturelles Denken. Die Reihe besteht aus 5 Kurzimpulsen und richtet sich an Wissenschaftler*innen mit (geplanter) Betreuungsverantwortung, um ein tragfähiges Betreuungskonzept zu erarbeiten, ihre eigene Betreuungspraxis reflektiert (weiter) zu entwickeln, und konkrete Werkzeuge für eine professionelle, lernförderliche und strukturierte Begleitung von Promotionsprozessen zu gewinnen.

2. Session: Onboarding: die ersten 6–9 Monate gestalten

Ein systematischer Onboarding-Prozess bietet Promovierenden Orientierung, klärt gegenseitige Erwartungen und baut bürokratische Hürden frühzeitig ab. Dies fördert nicht nur eine reibungslose Integration, sondern ermöglicht auch einen schnellen Einstieg in die wissenschaftliche Arbeit und Vernetzung. 


Dabei umfasst Onboarding weit mehr als die rein fachliche Einarbeitung: Es ist ein Prozess des Ankommens in Team und Institution, bei dem sowohl explizite als auch implizite Regeln vermittelt werden. Ziel ist der Aufbau tragfähiger Arbeitsbeziehungen zu Betreuer*innen und Kolleg*innen. Für internationale Promovierende ist diese Phase zudem wichtig, um die deutsche Wissenschaftskultur kennenzulernen.
Gleichzeitig ist Onboarding keine Einbahnstraße: Mit jedem neuen Teammitglied verändert sich die Gruppendynamik – das Erlernen von Regeln und Kultur ist somit ein wechselseitiger Prozess, der das gesamte Team einbezieht.


Key Learnings
Die Teilnehmenden entwerfen ein strukturiertes Onboarding-Konzept, das alle vier Dimensionen der Integration abdeckt:

  • Fachliche Einarbeitung: Wissenschaftliche Zielsetzung und Methoden.
  • Technisch-bürokratisches Onboarding: Administrative Abläufe und Infrastruktur.
  • Soziale Integration: Ankommen in Team, Kultur und Institution.
  • Regelwerk: Vermittlung von expliziten Standards und impliziten Gepflogenheiten.