Die Betreuung von Promotionen ist eine anspruchsvolle Aufgabe – sie verlangt nicht nur fachliche Expertise, sondern auch Klarheit in der Rolle, Kommunikationsgeschick und strukturelles Denken. Die Reihe besteht aus 5 Kurzimpulsen und richtet sich an Wissenschaftler*innen mit (geplanter) Betreuungsverantwortung, um ein tragfähiges Betreuungskonzept zu erarbeiten, ihre eigene Betreuungspraxis reflektiert (weiter) zu entwickeln, und konkrete Werkzeuge für eine professionelle, lernförderliche und strukturierte Begleitung von Promotionsprozessen zu gewinnen.
1. Session: Betreuung bewusst gestalten: Rollenklarheit, Betreuungskonzept, Rahmenbedingungen
In dieser Session reflektieren die Teilnehmenden unterschiedliche Modelle der Promotionsbetreuung und entwickeln ein eigenes, bewusst gestaltetes Betreuungskonzept. Im Zentrum stehen die eigene Haltung als Betreuer*in, strukturelle Rahmenbedingungen sowie ein transparentes Erwartungsmanagement. Ziel ist es, Betreuung nicht „implizit“ geschehen zu lassen, sondern klar und professionell zu gestalten.
Key Learnings
- Vor- und Nachteile verschiedener Betreuungskonzepte (z. B. eng geführt vs. autonomieorientiert) differenziert einschätzen können
- Rollenklarheit gewinnen und das eigene Betreuungskonzept entwickeln; mit institutionellen Anforderungen in Einklang bringen
- Erwartungen (beider Seiten) identifizieren und kommunizieren; eine tragfähige Betreuungsvereinbarung als gemeinsames Arbeitsfundament gestalten